Lesungen – Literaturquiz

In regelmässigen Abständen finden bei uns Autor*innen-Lesungen statt. Im Anschluss an die Lesungen laden wir zum Verweilen ein: Bücher schmökern, Wein trinken. Wer selbst einmal bei uns lesen möchte, der sendet bitte eine E-Mail mit Leseprobe an lesung@morgenstern-berlin.de

Die nächsten Termine


APRIL

Freitag 6.4. um 19.30 Uhr
Lesung: Jenny Schon – …halbstark. Ein Roman der Nachkriegszeit
Musikalisch begleitet von Gitarrist Peter Robin mit Songs aus den 50ern

cover jenny schonAls Kleinkind aus Böhmen vertrieben, musste Jenny Schon im Rheinland viele Kämpfe durchstehen, denn sie war nicht nur ein zugewandertes, rothaariges Mädchen (Fusselumpzigarrenstump), sie war auch evan­gelisch in einer katholischen Umwelt und Pimmock (Flüchtling), also ausgegrenzt, und die Eltern waren Arbeiter in der Metallindustrie. Alles Faktoren, die sie als ein Unterschichtkind stigmatisierten mit nur geringsten Aufstiegsmöglichkeiten. Mit ausgrenzenden Schimpfwörtern großgeworden, lernt sie sich zu wehren. Als „Halbstarke“ tanzt sie auf der Kirmes Rock’n Roll und hört im Kofferradio Elvis Presley und Bill Haley, bezieht Prügel vom Vater, vom Lehrer und vom Lehrherrn. Erwachsenen waren nach dem Zwei­ten Weltkrieg weit davon entfernt, perfekte Demokraten zu sein.

Jenny Schon hat an der Halbstarken-Bewegung als Backfisch teilgenommen. Zehn Jahre später ist sie in West-Berlin aktiv in der 68er-Studentenbewegung, worüber sie auch publiziert hat. Sie hat Sinologie studiert, war in Maos China, hat viel geschrieben, literarische Auszeichnungen, ist PEN-Mitglied und lebt als Schriftstellerin und Stadtführerin in Berlin.

Jenny Schon beim Geest Verlag


Freitag 13.4. um 19.30 Uhr
Lesung: Cornelia Philipp – Leona und das Mädchen im Spiegel & Gemma und das Geheimnis des Engels

philipp_leonaLeonas Start in der neuen Schule ist nicht einfach. Sie hat noch keine Freundin gefunden. Dabei wäre die so wichtig für sie. Sie ist traurig, weil ihre Großmutter schwer krank ist. Und sie braucht Mut für ein ganz besonderes Theaterstück an der Schule. Leona möchte die wunderschöne, furchtlose Schneekönigin spielen. Aber wie kann sie mutig sein, wenn sie Angst hat? Da trifft sie die unsichtbare Scota…

PHILIPP_Gemma_RZ03.inddMit ihren zehn Jahren ist Gemma besonders schlau, besonders schnell, aber seit dem Umzug aus Berlin leider auch manchmal besonders einsam. Und da hilft es auch nichts, wenn ihr Vater sie liebevoll Gemmablitz nennt. Ihre beste Freundin fehlt. Doch dann passiert etwas: Gemma wittert ein spannendes Abenteuer, als ein barocker Taufengel aus der Dorfkirche verschwindet…

Mehr zur Autorin hier bei der dahlemer verlagsanstalt


Freitag 20.4. um 19.30 Uhr
Lesung: Lüül – Und ich folge meiner Spur

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Hinter dem Künstlernamen Lüül steckt der Berliner Sänger und Gitarrist Lutz Graf-Ulbrich, der Insidern aus vielen Projekten bekannt ist. Er spielte Gitarre bei Agitation Free und Ash Ra Tempel, er begleitete Velvet Underground-Sängerin Nico über einige Jahre, hatte den Neue Deutsche Welle Hit „morgens in der U-Bahn“ und ist seit Anfang an bei den 17 Hippies. Nachzulesen in Lüül`s Autobiografie „und ich folge meiner Spur…“, in der er sein wechselvolles Musikerleben Revue passieren ließ.

Aktuell hat er mit seinem Song „West-Berlin“ seiner neuen CD „Wanderjahre“ viel Airplay.

Lüül: “Und ich folge meiner Spur …” – Die Neuauflage der Autobiographie von Lüül

Komplett überarbeitet und aktualisiert, mit vielen informativen und unterhaltsamen Zusatzkapiteln, präsentiert sich “Und ich folge meiner Spur …”, die Neuausgabe von “Lüül – ein Musikerleben zwischen Agitation Free, Ashra, Nico, der Neuen Deutschen Welle und den 17 Hippies” im neuen, frischen Gewand. Seien Sie dabei, wenn der Künstler von seinen musikalischen Abenteuern liest, seiner Romanze mit der legendären Nico, über seine psychedelischen Erlebnisse in den Siebzigern und vom turbulenten Bandalltag der 17 Hippies. Vergnüglich und locker führt Lüül durch den Abend, zeigt Videoclips aus seiner Karriere, spielt einige seiner Lieder und vermittelt bei dieser multimedialen Lesung mit Leichtigkeit so ein echtes Stück Musikgeschichte.

www.lüül.de


Freitag 27.4. um 19.30 Uhr
Lesung: Norbert Wollschläger – In der Hitze des kalten Krieges

imageBerlin im Juli 1952. In der geteilten Stadt herrscht Kalter Krieg zwischen den Siegermächten über Nazideutschland. Ein Kampf mit Worten und Waffen, mit Subversion, Sabotage und Spionage, dem keiner entkommt. Während hunderttausend Ostzonenflüchtlinge nach West-Berlin strömen, wird dort der Jurist Walter Linse gekidnappt und in den Ostteil der Stadt verschleppt.

Hautnah verfolgt Norbert Wollschläger dieses spektakulärste politische Verbrechen jener Jahre. Er blickt über die Sektorengrenzen hinweg in die Schattenwelt der Geheimdienste und in Wohnzimmer, Cafés und Redaktionsstuben. Er folgt dem Regierenden Bürgermeister Ernst Reuter und dem jungen Abgeordneten Willy Brandt, schaut dem Polizeipräsidenten über die Schulter und begleitet eine Bande von Kindern, die ihre eigenen Abenteuer suchen. Packender ist das Schicksal Walter Linses und der Berliner Alltag im Kalten Krieg der 1950er Jahre niemals erzählt worden.

„Norbert Wollschläger erzählt die Geschichte wie einen Krimi und macht dadurch das Berlin des frühen Kalten Krieges wieder lebendig – präzise recherchiert, atmosphärisch dicht und hoch spannend. Sehr lesenswert.“
Dr. Bettina Greiner

www.kalterkrieg1952.de
www.klakverlag.de


MAI

Freitag 11.5. um 19.30 Uhr
Lesung: Andreas von Klewitz – Kegilé. Oder Die seltsame Reise des Kammerdieners Jeremias Grobschmied von Brandenburg nach Afrika

kegileDer Dorfjunge Jeremias Grobschmied reist 1681 als Kammerdiener des Grafen Otto Friedrich von der Gröben nach Westafrika, um die erste brandenburgische Kolonie zu gründen. Unterwegs begegnet er fremden Völkern und Sitten als auch der Sklaverei, die der junge Grobschmied aus tiefster Überzeugung ablehnt, die ihm jedoch durch einen Zufall eine Lebensgefährtin zuführt. Es ist das Eingeborenenmädchen Kegilé. Vom Kapitän der »Kurfürst« für drei Musketen gekauft, durchleidet es an Bord ein wahres Martyrium, aus dem erst Jeremias es befreien kann. Kegilé stirbt und lässt Jeremias mit seinem Sohn allein zurück. Schließlich kann er nach Europa zurückkehren. In Paris erlebt er den Pomp des »Sonnenkönigs«, erfährt aber auch von dessen Protestantenverfolgung. Davon abgestoßen, hilft er einer Hugenottenfamilie bei ihrer Flucht nach Deutschland und kehrt nach sechs Jahren endlich selbst dorthin zurück. Der Roman basiert auf realen Begebenheiten. Während der Held eine ebenso fiktive Figur ist wie das Mädchen Kegilé, sind die bis zur Errichtung der Festung Groß Friedrichsburg geschilderten Begebenheiten teilweise den Aufzeichnungen des Grafen Gröben entnommen.

Zum Autor Andreas von Klewitz


Donnerstag 17.5. um 19.30 Uhr
Lesung mit der Gruppe Eibenklang:  „Ich muss fort…“ – Die Pilgerreise der Hildegunde nach Santiago de Compostela

Eibenklang-FB-CompostelaDie Pest wütet anno 1349 schrecklich in Erfurt. Hildegunde, jüngste Tochter eines alten Grafengeschlechtes, verliert ihre Familie. Als der Sitz der Grafen einer Plünderbande zum Opfer fällt, kann sie nur ihr nacktes Leben retten und findet Unterschlupf im Kloster der Magdalenerinnen. Das adelige Mädchen lernt nun eine andere Welt kennen und hat zum ersten Mal in ihrem Leben einen Traum: eine Pilgerreise. Doch wie kann sie, das mittellose Mädchen, allein auf die gefährliche Wanderschaft gehen? Da schickt ihr das Schicksal unerwartet Hilfe: Das Kloster nimmt für eine Nacht eine Pilgergruppe auf. Es ist ein buntgemischter Haufen, den nur ein Ziel eint: das Grab des Heiligen Jakobus in Santiago de Compostela aufzusuchen. Ein Zeichen göttlicher Fügung! Sie schneidet sich das Haar, kleidet sich wie ein Junge, nennt sich Jakob und schließt sich der Pilgergruppe an. Eine lange und abenteuerliche Wanderung beginnt…

EIBENKLANG erzählt in Wort und Klang die Geschichte von Hildegundes abenteuerlicher Wanderschaft, die als eine echte Pilgerreise ihr Leben verändern wird. Es erklingt Musik, die zu Hildegundes Zeit und entlang der deutschen, französischen und spanischen Pilgerrouten zu hören war: Minnesang und Trobadorweisen, geistliche Lieder (zum Beispiel aus dem Roten Buch von Montserrat) sowie reine Instrumentalmusik des Mittelalters.

Mehr zu Eibenklang hier


Freitag 18.5. um 19.30 Uhr
Lesung: Susanna Piontek – In einer Falte der Welt

piontek_falteMit Altmeister Roald Dahl teilt Susanna Piontek, die seit 2006 als freie Autorin in Michigan (USA) lebt, die rabenschwarze Tusche, im Anspruch unterscheidet man sich. Obwohl auch ihre Geschichten deutlich zum schwarzen Humor tendieren, scheint sie einen anderen literarischen Ton zu suchen, einen »seriöseren« eher.

2015 wurde Piontek von der Gesellschaft für zeitgenössische amerikanische Literatur in deutscher Sprache mit dem SCALG-Lisa und Robert Kahn-Lyrikpreis ausgezeichnet. Sie ist Mitglied der europäischen Autorenvereinigung »Die Kogge«, des P.E.N.-Zentrums deutschsprachiger Autoren im Ausland.

Mehr zur Autorin hier bei der dahlemer verlagsanstalt

 


JUNI

Freitag 1.6. um 19.30 Uhr
Krimi-Lesung: Josef Schley – ZentralStadion

Cover ZentralStadionDie ehemaligen `Tennisplätze am Ku´damm` sind seit einer Saison unter neuem Namen wieder eröffnet, als einer der beiden Inhaber ganz in der Nähe der Courts, in der Albrecht-Achilles-Straße, umgebracht wird. Kriminalhauptkommissar Hans Stern vom LKA Berlin und das Team der Ersten Mordkommission übernehmen den Fall.

In seinem neuesten Roman ZentralStadion verknüpft der Berliner Krimi-Autor Josef Schley die Fakten um den Verkauf der ehemaligen Tennisanlage an einen Großinvestor mit der fiktiven Wiederaufnahme des Spielbetriebes auf der komplett restaurierten Sportanlage zu einer spannenden Kriminalgeschichte. Lesestoff, der hochaktuell und nicht nur für die Anwohner im Kiez interessant ist.

Autorenseite von Josef Schley bei Facebook


Freitag 8.6. um 19.30 Uhr
Lesung: Neues von der dahlemer verlagsanstalt – mit Verleger Michael Fischer

Michael Fischer stellt regelmässig gemeinsam mit Autorinnen und Autoren Neues und/oder Spannendes aus seinem Verlagsprogramm vor. Ganz nach dem Motto des Verlages: Seien/Bleiben Sie gespannt!

dahlemer verlagsanstalt


Samstag 16.6. um 19.30 Uhr
Lesung (englisch): Bill Taylor – Die alte Harfenmusik Schottlands, Irlands & Wales‘

Bill Taylor FotoBill Taylor gilt als einer der wenigen und ganz großer Kenner altertümlicher Harfenmusik. In seinem Vortrag beschreibt er die Bauweise, Geschichte und Vortragsweise verschiedener Harfen aus Schottland, Irland und Wales. Über seine einzigartige Arbeit und Forschung zu dem Thema berichtete unter anderem auch schon die britische BBC.

Selbstverständlich wird Taylor seinen Vortrag mit vielen Beispielen musikalisch untermalen. Einen Eindruck davon gibt es  hier bei Youtube.

Offizielle Webseite von Bill Taylor (in Englisch)

 

 


Freitag 29.6. um 19.30 Uhr
Lesung: Die Barthel & Der Augustin – bin ich knef? Eine Hommage an Hildegard Knef Ihr Leben, ihre Chansons

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By Rossem, Wim van / Anefo (Nationaal Archief) [CC BY-SA 3.0 nl (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/nl/deed.en)%5D, via Wikimedia Commons

 

Karriere auf Bühne und Leinwand, Hollywood, New York – Hildegard Knef war ein internationaler Star. Hoch gelobt und schwer verrissen in ihrer deutschen Heimat. Trotz ihrer unterschiedlichen Karrieren und dem jahrelangen Leben aus dem Koffer, kehrte sie immer wieder in ihre Stadt zurück: Für immer miteinander verbunden. Berlin und die Knef.

Maila Barthel bringt mit ihrem Pianisten Frank Augustin neben zahlreichen Knef-Chansons den Mythos der Diva auf die Bühne: In knappen, oft widersprüchlichen und sich ergänzenden Dialogen.

Die Barthel & der Augustin

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